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Hi, ich bin Isabell!

Autorin meines Blogs, Gründerin von GEILE WILDE WEIBLICHKEIT und schamanische Künstlerin bei Stoneflow.

Natürlich habe ich auch etwas „Richtiges“ gelernt.
Ich habe zwei abgeschlossene Berufsausbildungen als PTA (pharmazeutisch technische Assistentin) und BTA (biologisch technische Assistentin).

Die Wahl dieser beiden recht anspruchsvollen Ausbildungen liegt an meinem natürlichen Drang die Welt in ihren kleinsten Einzelteilen begreifen zu wollen. Ich liebe es, zu lernen! Hätte ich nicht irgendwann Geld verdienen müssen, wäre es wahrscheinlich ewig so weiter gegangen.

Ich hätte wahrscheinlich Psychologie studiert mit den Schwerpunkt Sexualität. Nebenbei sicherlich noch so etwas wie Völkerkunde, menschliche Geschichte und Schamanismus.

Zunächst entschied ich mein selbstbestimmtes Leben mit einem gut bezahlten 9 to 5 Labor-Job zu starten. In meiner Freizeit tobte ich mich gemäß allen anderen Interessen ordentlich aus.
Unter anderem entdeckte ich das Allein-Reisen für mich. Aber nicht irgend so ein Pauschal-Urlaub in einem all-inclusive Hotelbunker. Ich war hungrig nach Abenteuern und so zog ich 2009 zum ersten Mal mit Rucksack und Zelt los. Ein lang ersehnter Kindheitstraum ging endlich in Erfüllung und war der Auftakt für viele weitere “Selbstfindung-Tripps” zu Fuß, mit dem Fahrrad oder per Anhalter.

Heute, mehr als 10 Jahre später sehe ich diese kleinen Fluchten aus der Komfortzone als wichtige “Action-Phasen” in meiner persönlichen Selbst-Entdeckung an. Jede Reise war so einzigartig mit ihren unerwarteten kleinen Wundern. Ich lernte ein Gespür für den Flow des Lebens zu bekommen und stärkte mein Ur-Vertrauen.

Mein Leben bekam ein neues Level an Tiefe und Verbundenheit als ich 2016 den Schamanismus entdeckte. Endlich fand ich Antworten auf die vielen Fragen die ich seit meiner Kindheit hatte. Bisher erntete ich immer nur große Augen und Kopfschütteln als Antwort, wenn ich über das sprach was ich außer dem “Offensichtlichen” spüre und sehe.

Durch das intensive Arbeiten mit meinem schamanischen Mentor bekam ich ganz neue Einsichten, was mein wahres Selbst angeht. Seine unkonventionellen Methoden sind an den ursprünglichen Schamanismus angelegt und gehen weit über den populären Neo-Schamanismus hinaus. Es war verblüffend und beschämend zugleich, als ich die Funktionsweise meines eigenen Egos entlarvte.

Bei GEILE WILDE WEIBLICHKEIT dreht sich alles um
den Mut dein Leben nach deinen Vorstellungen zu rocken! 

Einige wichtige Schritte auf dieser Reise bin ich schon gegangen.
Manchmal alleine, manchmal mit beherzter Unterstützung.

Einfach nur dazusitzen und darauf zu hoffen, dass meine Erkenntnisse irgendwann im
kollektiven Bewusstsein auf fruchtbaren Boden fallen,
ist mir zu ungewiss und zu langweilig.

Also begann ich, in meinem Blog alles aufzuschreiben.
Zu Beginn, ein paar Dinge die mir wichtig sind:

Weiblichkeit hat so viel mehr Facetten,
als uns die Werbung glauben lassen will.

Naturverbunden zu sein, bedeutet nicht weltfremd zu leben.

Der einzige Feind der sich in dieser Welt gegen uns stellt,
ist die eigene Gedanken-Stimme.

“Schlafen im Wald” sollte es auf Rezept geben.

PMS ist ein Arschloch.
Aber anders als bei Mathe, kann man lernen damit umzugehen.

Männlich und Weiblich hat nicht unbedingt etwas mit dem Geschlecht zu tun.

Unser Perioden-Blut ist heilig!

Liebe, bedingungslos!

“Wo Licht ist, ist auch viel Schatten”
(Dinge, die mich menschlich machen)
| PMS  |  Schokolade  |  Nein, ich mache keine Fehler | Emotions-Ausbrüche  | ängstlich  |  dummer Mut  |  Rotwein  |  Sex  |  Konsum… Amazon macht’s möglich  |  Weltverbesserer  |  Innenschenkel  | Blähungen  |  “Isa, hast du Knoblauch gegessen?”  |  -9 Dioptrien  |  Rosacea und andere Hautbesonderheiten  |  Gruppenarbeit ist mir zu langsam  |  Suche nach der Wahrheit  |  Unsicher  |  misstrauisch  |  Perfektionismus  |  mit dem Kopf durch die Wand  |  Selbstverteidigung  |
Musturbation (mit U!)  |  Mathe ist ein Arschloch  |  nie gut genug  | keiner versteht mich | Ghosting, Ignorieren, Vergessen  |
verdammt ich lieb’ mich, ich lieb’ mich nicht  |

„Die längste Reise die ein Mensch je tun wird,
ist die Reise zu sich selbst.“

Dieser Satz ist mehr als irgend ein Spruch aus dem Glückskeks.


Als Kind konnte ich es kaum erwarten, erwachsen zu werden.
Es ging mir nicht um das Erwachsen-sein an sich.
Ich wollte einfach so schnell wie möglich mein Ding machen.

Nach vielen vielen Jahren war es dann soweit.
Endlich verdiente ich mein eigenes Geld und zog von zu Hause aus.
Vor mir lagen all die Möglichkeiten, von denen ich als Kind träumte.

Aber anstelle zu jubeln, stand ich wie angewurzelt da.
Träge weil ich mein Warum aus den Augen verloren hatte.
Schwach weil ich keine Ahnung hatte, wer ich war.

Um mich herum strömten alle in die große weite Welt.
Es sah so aus, als wüssten sie wohin sie gehen.
“Warum haben sie nicht vergessen wer sie sind?”

Ich stolperte nach vorne aber lief ihnen nicht hinterher.
Tief in mir wusste ich, dass es falsch ist den ausgetretenen Wegen zu folgen.
Ich weigerte ich mich eine Schein-Identität aufrecht zu erhalten.

Die Zeit des Nachahmen war vorbei.
Ich war hungrig meine eigenen Erfahrungen zu machen.
So machte ich mich auf die Suche nach mir selbst.

“Wer wissen will was Mut bedeutet,
muss seine Angst kennen.” 

Idylle pur, ein Kindheitstraum?

Eine Kindheit, wohl behütet. Auf dem Dorf mitten in der tiefsten Eifel. In einem Haus mit großem Garten. Was für viele Kinder ein unerreichbarer Traum war, war für mich Normalität. Heute weiß ich das zu schätzen.
Wir hatten mehr als genug von allem. Geld war nie ein ein großes Thema. Was andere Denken und Machen dagegen umso mehr. Es wurde sehr darauf geachtet, dass niemand all zu sehr aus der Reihe tanzte.
In der Rolle des braven Kindes hatte ich am meisten Ruhe und bekam zudem alles was ich wollte. Für rebellischen Ungehorsam waren anderen in der Familie zuständig.
Alles hatte irgendwie seine Ordnung. Das schöne gesittete Leben. Es hat natürlich Vorteile so zu leben aber es bietet auch wenig Raum für die freie Entfaltung. Für mich war schon früh klar, dass ich diesen vorgegebenen Lebensweg (Schule, Arbeit, Hochzeit, Kinder, Arbeit, Rente, Tod) nicht eingehen werde.
Als Kind war es für mich ein Mysterium, warum sich Erwachsene so etwas antun. Denn glücklich scheinen sie mit ihrer Entscheidung nicht zu sein. Natürlich wurden meine Ansichten zunächst nicht für voll genommen.

Ich gehöre nicht dazu!

Dass ich anders bin als die anderen fühlte ich schon sehr früh. Ich passte irgendwie nicht rein. Vieles was andere interessant fanden, war für mich langweilig. Was mich interessierte verstanden andere nicht.
Immer wieder bekam ich vorgelebt wie wichtig eine gewisse Zugehörigkeit und Anerkennung sind. Aber um dazu zu gehören, musste ich mich anpassen. Müde von dem ständigen An-Ecken fügte ich mich schließlich und fand mich in der Rolle des ganz „normalen“ Kindes.
Ich tat viele Dinge, weil es alle anderen taten auch wenn ich es nie verstanden habe. Innerlich voll mit den großen Fragen an das Leben, war ich fest davon überzeugt dass mich einfach nie jemand verstehen würde.
Je mehr ich mich versuchte anzupassen desto leichter kam ich durchs Leben. Tief in mir aber tobte ein Kampf. Bei all dem Zurückhalten und Gefallen-müssen hatte mein wahres Selbst keine Luft mehr zum atmen. Die Auswirkungen zeigten sich mir aber erst als junge Erwachsene.
Menschen, die mit kindlicher Unbeschwertheit durchs Leben gehen, machten mich damals fertig!

„So einfach ist das nicht. So einfach kann das Leben nicht sein!“
wetterte die Stimme in meinem Kopf.

Was ist denn eigentlich aus der Stimme des wilden Kindes geworden?

Wer bin ich denn überhaupt?

Als es endlich hätte losgehen können, stand ich da und hatte überhaupt keine Ahnung (mehr) wer ich eigentlich bin und was ich hier mache. Die Jahre des perfekten Schauspielens hatten ihre Spuren hinterlassen. So stand ich da, als junge Erwachsene mit Hummeln im Hintern aber fest in den Fesseln der Angst.
Es gab so viele Gefahren, vor allem in der Großstadt in der ich jetzt lebte. Dieses Meer an Möglichkeiten, dass ich mir als Kind gewünscht hatte, lähmte mich mit Überforderung. „Was ist jetzt Richtig?“ Wie muss ich mich verhalten?“ „Welche Regeln gelten hier?“ Ich hatte überhaupt keine Ahnung und beschloss zunächst mich langsam an mein neues Leben heran zu tasten.
Angetrieben von der Neugier probierte ich alles aus, was irgendwie interessant wahr. Wir hätten da z.B. das Feiern. Endlich ausgelassen Tanzen ohne dass am nächsten Tag das ganze Dorf inklusive Nachbar-Dörfer wusste wie viel unerhörten Spaß ich letzte Nacht hatte. Trotz all der neu gewonnenen Lebensfreude zogen mich alte Denk-Muster immer wieder in ihren Bann.

Reisen faszinierte mich seit meiner Kindheit.

Meine Definition von Urlaub war eine völlig andere als die die ich als Kind erleben durfte. Pauschalreise nach Spanien. Bade-Urlaub. Hotel mit Halb-Pension. Was für viele Kinder ein Traum gewesen wäre, fand ich ziemlich langweilig. Ich wollte echte Abenteuer! Im Zelt schlafen. Wie ein Nomade herum reisen.
Es waren diese wilden Kindheits-Träume die mir ständig neue Flausen in den Kopf setzten. Es war für mich ein ganz besonderes Ereignis als ich meinen ersten Rucksack gekauft habe. 80 Liter. Ein Mords-Teil. Nicht jedem war klar, was ich damit vorhatte. Erst nach vielen Jahren des Solo-Reisens mit Rucksack und Zelt hatten wirklich alle kapiert, dass die Isabell ihre Urlaub gerne irgendwie anders verbringt als die meisten Menschen.
Ich bin so fucking dankbar, was ich während all dieser Reisen in den letzten Jahren (über mich) lernen durfte. Mein Herz wusste es schon lange, aber mein Kopf brauchte ein bisschen Nachhilfe um dem Satz „Das kann ich nicht!“ Seine Wirkung zu nehmen.
Und während alle dachten, das gehe jetzt ewig so weiter…hielt ich kurz inne und stellte mich neuen Fragen…
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